Trinkwasserhygiene

Jedes Jahr erkranken Menschen an einer Lungenentzündung, die durch Legionellen hervorgerufen wird. Infektionsquellen sind häufig Trinkwasser-Installationen, die falsch geplant, ausgeführt oder betrieben werden.

Entscheidend ist: Wasser muss fließen und die richtige Temperatur haben. Kaltes Wasser muss unter 25 °C bleiben, das Heißwassersystem darf nicht kälter als 55 °C sein. Bei Wasser, das länger als 72 Stunden in einer Trinkwasser-Installation verbleibt, kann nicht mehr von einem hygienisch einwandfreien Zustand ausgegangen werden. Längerer und wiederholter Stillstand in Leitungsteilen kann zu einer Verkeimung der gesamten Trinkwasser-Installation führen, die aufwändige Sanierungsmaßnahmen erforderlich macht.

Eine Desinfektion einer einmal verkeimten Trinkwasser-Installation zeigt zumeist keinen nachhaltigen Erfolg, weil die Ursache der Verkeimung im Aufbau der Anlage oder im nicht bestimmungsgemäßen Betrieb zu suchen ist. Die Verantwortung trägt der Betreiber im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht.  Er muss seine Installation und deren Schwachstellen kennen und sicherstellen, dass keine Gefahr für die Nutzer entsteht.

    

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